FACHTAGE

Bild - Krippenkongress

Kinderkrippen – ja, und wie?

Wir freuen uns auf den diesjährigen Krippenkongress vom 25. bis 27. Juni 2026 im Nürnberger Südpunkt!

Auf diesen Seiten finden Sie alle Informationen zum diesjährigen Programm.

Die Anmeldung ist nun freigeschaltet 🙂

Ticketpreise:

Donnerstagabend (nur Vortrag):             45 Euro

Donnerstag bis Samstag:                        228 Euro (114 Euro für Studierende/Auszubildende)

Freitag bis Samstag:                                 196 Euro (98 Euro für Studierende/ Auszubildende)

Programm

Donnerstag, 25.06.2026

17.30 bis 18.30 Uhr

Ankommen

18.30 bis 19.00 Uhr

Begrüßung & Grußworte

Charlotte Schönlau & Christiane Stein, SOKE e.V.

Christian Erxleben-Rester, Jugendamt Nürnberg

19.00 bis 21.00 Uhr

Wenn es erst an Personal und dann an Vertrauen mangelt. Wahrgenommene Qualität, Schließungserfahrungen und der Wandel der Nicht-Nutzungsgründe in der Kindertagesbetreuung 

mit anschließendem Austausch

Dr. Franz Neuberger & Mariana Grgic Deutsches Jugendinstitut

Freitag, 26.06.2026

9.00 bis 10.00 Uhr

Ankommen

10.00 bis 10.30 Uhr

Begrüßung

Charlotte Schönlau & Christiane Stein, SOKE e.V.

 

10.30 bis 12.30 Uhr

Bildungsgerechtigkeit von Anfang an – wie Krippen Chancengleichheit fördern können

Dr. Julia Schimmer ISKA gGmbH & Kolleg*innen

12.30 bis 13.30 Uhr

Mittagspause

13.30 bis 16.30 Uhr

Intensiv-Workshops Teil 1

Die Intensivworkshops beginnen am Freitag und werden am Samstag fortgeführt. Jede*r Teilnehmer*in besucht also einen Workshop.

Michael Hafner-Gries, M.Ed. –  Stellv. Schulleitung Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg

Bitte nicht füttern? – Über die Karriereleiter vom Säugling zum Essen am Gruppentisch oder
Essentwicklung vom Säugling zum Kindergartenkind

Essen ist weit mehr als reine Nahrungsaufnahme – es ist ein vielschichtiger Entwicklungsprozess, der Körper, Sinne, Emotionen und soziale Erfahrungen
miteinander verbindet. Gerade in den ersten Lebensjahren werden entscheidende Grundlagen für das spätere Essverhalten gelegt.

In diesem Workshop nehmen wir die Ess- und Ernährungsentwicklung vom Neugeborenen bis zum selbstständigen Essen am Familien- bzw. Gruppentisch in
den Blick. Dabei verbinden wir fundiertes Wissen mit praxisnahen Impulsen für den Krippenalltag – und beziehen gezielt die Zusammenarbeit mit Eltern mit ein.

Inhalte des Workshops
• Entwicklungsschritte vom Stillen/Fläschchen bis zur festen Kost
• Anatomische und motorische Grundlagen der Nahungsaufnahme (z. B.
Mundmotorik, Greifen, Kauen)
• Wie sich „Geschmack“ entwickelt
• Psychosoziale Aspekte: Bindung, Autonomie und Essverhalten
• Pädagogische Begleitung im Alltag: vom Füttern zum selbstständigen Essen
• Gemeinsame Mahlzeiten als Bildungs- und Beziehungsraum
• Gesellschaftliche Perspektiven auf Ernährung
• Risikoabwägung: Sicherheit, Verschlucken, Unsicherheiten im Alltag
• Zusammenarbeit mit Eltern: unterschiedliche Vorstellungen von Ernährung verstehen, sensibel kommunizieren und gemeinsam Lösungen im Sinne des
Kindes entwickeln

Ziele
Die Teilnehmenden:
• verstehen die vielfältigen Entwicklungsprozesse rund um das Essen im Krippenalter und welchen Einfluss frühere Prägungen haben
• gewinnen Sicherheit in der Begleitung von Übergängen (Brei → feste Kost → Gruppentisch)
• reflektieren ihre eigene Haltung sowie die Vielfalt elterlicher Perspektiven zum Thema Ernährung
• stärken ihre Kommunikationskompetenz im Austausch mit Eltern
• erhalten konkrete Anregungen für eine achtsame, entwicklungsfördernde Essbegleitung

Methodik
• Fachlicher Input mit anschaulichen Beispielen
• Austausch von Praxiserfahrungen
• Praxis/Selbsterfahrung
• Praxisnahe Impulse zur Elternkommunikation
• Raum für Fragen und Fallbeispiele

Sarah Lindacher, Logopädin M.Sc., Geschäftsführung Das Baumhaus – Praxis für Logopädie und Ergotherapie

Eingewöhnung neu gedacht?! Teilhabe- und Ressourcenorientierte Übergangsgestaltung in der Krippe

Die Eingewöhnung ist eine der sensibelsten Phasen der Krippenzeit – nicht nur für die Kinder, sondern auch für Familien und Fachkräfte. Doch wie kann dieser Übergang gestaltet werden, damit er nicht nur möglichst sanft abläuft, sondern auch alle Beteiligten aktiv teilhaben lässt?

In diesem Workshop

  • reflektieren wir unsere eigene Haltung als wichtige Einflussgröße,
  • diskutieren wir bestehende Eingewöhnungskonzepte, hinterfragen gewohnte Abläufe und leiten daraus wichtige Schritte für das eigene Eingewöhnungskonzept ab,
  • stellen wir uns die Frage, wie wir Kinder und ihre Familien von Beginn an als kompetente Akteur*innen wahrnehmen und beteiligen können,
  • machen wir uns auf Schatzsuche nach wichtigen Ressourcen für den Übergangsprozess,
  • erweitern wir unser Repertoire an Instrumenten für ein gutes Ankommen aller Beteiligten und entwickeln Handlungssicherheit in der Planung der nächsten Schritte

Dieser Workshop bietet eine Mischung aus Reflexion und Perspektivwechsel sowie vielfältigen inhaltlichen und praktischen Impulsen.

Nicole Lustig, Fachberaterin Evang. KITA-Verband Bayern e.V.

Daniela Dommer, Heil- & Inklusionspädagogin (BA), Hausleitung integrative Kitas Titiwu und Schlosskinder,  BRK Nürnberg

Der erste Schritt – Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Krippe gelingen kann!

Im Workshop lernen wir die Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) kennen, stellen gemeinsam die Bezüge zur Pädagogik für unter Dreijährige her und erschließen uns erste Anknüpfungsmöglichkeiten in der Krippe. Wir reflektieren unsere Rolle als Fachkraft und die Haltung des Teams als Voraussetzung für eine gelungene Umsetzung von BNE mit Kindern unter drei Jahren. Ein Einstieg für BNE in der Krippe ist die positive Naturerfahrung. Als Teilnehmende des Workshops machen wir gemeinsam den ersten Schritt und erleben und bestaunen die Natur mit allen Sinnen!  Ein bunter Strauß voller Aktionsideen für die Krippe macht Lust darauf, diesen ersten Schritt mit Krippenkindern zu gehen.

Heidrun Albrecht, Dipl.-Biologin und Umweltpädagogin/BNE, naturhoch3

Wenn Eltern sich ums Kind streiten… Familiengerichtliche Verfahren und ihre Auswirkungen auf unsere pädagogische Arbeit

Viele Einrichtungen kennen es: hochstrittige Trennungsfamilien, die mit ihrem Streit ums Kind nicht selten vor Gericht landen – Kinder, die durch den Konflikt der Eltern hoch belastet sind – Eltern, die zeitgleich das Kind abholen wollen oder die Abholung durch das andere Elternteil untersagen – Elternteile, die um Aussagen der Fachkräfte vor Gericht bitten – etc. etc. Diese Situation hinterlassen oft Unsicherheiten bei den pädagogischen Fachkräften. Was ist unsere Aufgabe, was sind unsere Grenzen und vor allem, wie können wir das Kind unterstützen?

In diesem Workshop

  • klären wir zunächst den rechtlichen Rahmen des Sorge- und Umgangsrechtes
  • besprechen wir Abläufe eines familiengerichtlichen Verfahrens und die Rolle der verschiedenen Akteure
  • beleuchten wir die Rolle der Einrichtung im Kontext eines Sorge- oder Umgangsverfahrens
  • reflektieren wir Auswirkungen hoch konflikthafter Trennungskonstellationen auf unsere Arbeit
  • nehmen wir die Belastungen für das betroffene Kind in den Blick und erarbeiten Unterstützungsmöglichkeiten

Ziel des Workshops ist es, vorhandene Handlungsunsicherheiten zu reduzieren, damit wir den betroffenen Kindern in unseren Einrichtungen einen geschützten und stabilen Rahmen bieten können, in dem sie sich trotz belastender Situationen positiv entfalten.

Julia Toumanides, Allgemeiner Sozialdienst, Landkreis Fürth  

Samstag, 27.06.2026

9.00 bis 12.00 Uhr

Intensiv-Workshops Teil 2 – Fortsetzung

12.00 bis 12.30 Uhr

Pause

12.30 bis 13.00 Uhr

Gemeinsamer Abschluss

Hier können Sie sich unseren Flyer herunterladen. Wenn Sie sich anmelden möchten klicken sie bitte hier. Bitte beachten Sie auch unsere Anmeldebedingungen.

Rückblick

Hier findet ihr das Program der vergangenen Jahre: